SoundscapeKleiner Rundweg · Nº 6
Pfarrkirche im alten Dorfkern

3 Tonaufnahmen an diesem Ort · am schönsten mit Kopfhörern
Aufnahme 01 / 03
Vogelgesang und Kirchenglocke

Dörfliche Klanglandschaften im Wandel
Das Geläut der Dorfkirche ist in dörflichen Klanglandschaften ein wichtiger akustischer Bezugspunkt. Neben seiner spirituellen Bedeutung als Einladung zum Gebet und zum Gottesdienst hatte es auch schon immer einen praktischen Aspekt. Weithin zu hören, zeigte es früher den Arbeitern in Wald und Feld an, wann es Zeit war nach Hause zu gehen oder Mittagspause zu machen. In Zeiten von Gefahr wurden die Kirchenglocken auch zur Warnung vor Feuer, Hagel oder Sturm geläutet.
Text: Dr. Sandra Müller
Aufnahme 02 / 03
Kirchengeläut um 12Uhr mittags

Die über das Spirituelle hinausreichende, funktionelle Bedeutung des Kirchengeläuts mag weitgehend abhanden gekommen sein. Dennoch ist der charakteristische Glockenklang eines Dorfes auch heute noch prägend für die dörfliche Klanglandschaft. Die Glocken der Kirche in Kappel wurden am 22. April 1952 neu eingebaut. Ob das frühere Geläut klanglich mit dem heutigen übereinstimmt, ist nicht überliefert.
Text: Dr. Sandra Müller
Aufnahme 03 / 03
Weidetiere im Tal

Dörfliche Klanglandschaften haben sich parallel zum Leben im Dorf in den letzten hundert Jahren stark verändert. Handwerkliche Geräusche wie Hämmern oder Sägen und das Rattern der Transportseilbahn hier in Kappel haben abgenommen. Motorengeräusche etwa durch Autoverkehr sowie durch landwirtschaftliche und forstwirtschaftliche Maschinen nehmen zu.
Weithin zu hören ist aber damals wie heute das Geläut der Weidetiere rund um Kappel.
Text: Dr. Sandra Müller